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9-Euro-Monatsticket

Erfahrungen der AKS-Mitglieder

Die Erfahrungen mit dem 9-Euro-Ticket im Personen-Nahverkehr werden vom AKS wie folgt zusammengefasst:


Durch die 9-Euro-Tickets ist die Benutzung des öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) attraktiver geworden. Viele Bürger nehmen das Angebot an. In Städten mit gut ausgebautem Nahverkehr ist das Ticket großartig. Auch im ländlichen Raum wirkt es sich positiv aus. Es zeigt aber auch das an vielen Stellen Handlungsbedarf sichtbar wird.

Die Politiker müssen und sollten die Chance nutzen das Angebot zu verbessern. Wenn Preis und Angebot stimmen, können viele Fahrten mit dem eigenen Pkw vermieden werden. Für die Bürger und dem Klima wäre die Fortsetzung des günstigen Nahverkehrs ein großer Fortschritt. Für finanziell nicht so gut gestellte Menschen sind endlich wieder Ausflüge möglich. Kinder unter sechs Jahren fahren in Begleitung einer erwachsenen Person kostenfrei mit und benötigen keine eigene Fahrkarte.

Die Züge sind komfortabel und zugegebenermaßen auch voller – was natürlich auch positiv gesehen werden kann. Zugausfälle sind nicht selten und führen zu überfüllten Folgezügen. Die Pünktlichkeit leidet unter dem Passagieransturm. Im Straßenverkehr zur "Rush-Hour“ gibt es jedoch auch Staus und Verspätungen. Ein Vorteil: Die Züge sind in der Regel mit einem kostenfreien W-LAN (also Internet) ausgestattet. Ein gute Möglichkeit sich schon hier auf die Arbeit oder das Studium vorzubereiten.

Es werden Fahrten gemacht, die vorher wegen der hohen Kosten unterblieben sind. Alte Freunde werden jetzt wieder häufiger besucht. Die 9-Euro-Tickets verbessern die Sozialkontakte. Ein Segen für ältere Menschen. Mobilität ist Lebensqualität: "Man wird auf Trab gebracht“.
Foto: wdh
Das 9-Euro-Ticket gilt nur in Zügen des Nahverkehrs. Allerdings hat es auch Tücken. Es wurde berichtet, dass für die Mitnahme von Fahrrädern (Beispiel: Niedersachsen) ein extra Ticket gelöst werden muss. In Sachsen-Anhalt ist die Mitnahme frei. Hier wäre ein bundeseinheitliche Regelung sinnvoll. Besonders engagierte Kontrolleur*innen verlangen neben dem Ticket einen amtlichen Personalausweis. Auf dem Ticket muß der eigene Name stehen, damit das Ticket nicht mehrer Personen abwechselnd benutzen können. Damit sollen "Schwarzfahrten" verhindert werden.
Außerdem sollte man das Ticket, obwohl es einen ganzen Monat viel genutzt wird, nicht laminieren. Besonders in Zügen der Deutschen Bahn AG wird das moniert.

Die ausgehängten Fahrpläne sind für Auswärtige oft wenig hilfreich. Mit der Offi-App kann man die Fahrpläne auch gut mit dem Handy aufrufen. Für mach ältere Bürger aber ist das oft auch ein Problem die richtige App auf das Handy zu laden. Insbesondere die Fahrpläne der KVG im Landkreis Helmstedt könnten mit wenig Aufwand verbessert werden. Ein Beispiel ist die Situation am Markt in Helmstedt.
Am Mark in Helmstedt verkehren 3 Buslinien: Line 391, 392 und 399. Die Linie 391 und 392 sind nach dem aktuellen Fahrplan jeweils zu vollen Stunde nur um 5 Minuten Differenz am Markt. Wenn ein Bus zu spät komm kommt steht er hinter dem Bus der eigendlich später konnen sollte. Da kann es schnell mal passieren, dass man in den falschen Bus einsteigt. Hier wäre eine elektronische Abfahrtsinformation (wie sie in Städten längst Standard ist) sinnvoll. Ein Beispiel kann am Busbahnhof in Schöningen angeschaut werden. Ab 15 Uhr verkehren die Busse nur noch wenn man den Bus 45 Minuten vorher telefonisch oder per Internet anfordert. Auf den Fahlplänen unter VERKERHRSHINWEIS mit ALT " Anruf-Linien-Taxi "- markiert. ALT gilt für die Linie 399 für den ganzen Tag. Ein Problem hat man allerdings wenn man vom Brunnental zurück will. Hier hat man mit dem Handy keinen Empfang und eine Telefonzelle gibt es im Brunnental auch nicht.

Hier ein Beispiel: Es kommt an zuerst die Linie 392 Emmerstedt - Kirche. Wird auch am Bus vorn angezeigt. Danach kommt sofort die Linie 391 zur Siemensstraße. Wartet noch in der Kurve. Dann verschwindet die Anzeige am 1. Bus und es wird nur noch angezeigt, dass es ein KVG-Bus ist. Kam die 392 nun aus Emmerstedt oder will der Bus dort hin und darf ich gar nicht einsteigen.

Das Resultat ist:
Wegen des schlechten ÖPNV-Angebotes in Helmstedt werden die Fahrten mit dem eigenen Pkw bevorzugt. Statt die umständlichen Busverbindungen im Stadtgebiet von Helmstedt zu nutzen, wurden gar Wege besser zu Fuß und sogar mit Unterstützung eines Rollators zurückgelegt.
Ein besseres Angebot würde nach unserer Überzeugung die Nachfrage verbessern. Eine regelmäßige Nachfrage würde damit auch die Einnahmen erhöhen und damit die Bilanz der KVG vebessern sowie den Autoverkehr verringern was wiederum gut für den Klimaschutz ist..

Viele Baustellen, z.B. Am Bahnhof in Braunschweig, erschweren zur Zeit den Weg von und zu den oft stark bevölkerten Bahnsteigen. Für ältere Menschen sind kurze Umstiegszeiten wegen der Engpässe nur schwer zu bewältigen. Um den Reisenden zu helfen, werden auf den Bahnsteigen teilweise Ordner eingesetzt. Baumaßnahmen auf den Strecken werden mit Schienen-Ersatzverkehr (meist mit Bussen) umgangen. Aktuelle Informationen hierzu könnten für die Reisenden besser sein.
Baumaßnahmen sollten schneller umgesetzt, Bauzeiten verkürzt werden.

Der Linienverkehr mit Bussen wurde durch Einsatz eines Anruf–Linien-Taxi "ALT" ausgedünnt. Diese Linien können nur bei genauer Planung einer Fahrt genutzt werden.

Wo Busse und Bahnen nicht mehr fahren, schließen oft Taxis die Lücke. Die Preise für Taxifahrten sind kürzlich erheblich angehoben worden. Wegen des geringen Angebotes sind Taxen in Helmstedt oft nicht einmal kurzfristig buchbar.

Die verstärkte Nutzung des Bahnverkehrs hat angeblich zum Rückgang des Pkw-Verkehrs geführt. Ob dadurch vielleicht sogar weniger Verkehrsunfälle geschehen, bleibt abzuwarten.

Helmstedt, den 11.08.2022

Heute ist Montag der 28.04.2025 / 18:58

 




 




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