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2020/Dezember 2

Corona und wie geht es weiter...

Trotz Corona brauchen wir den Blick weiter nach vorn. Weil mehrere Impfstoffe zur Verfügung stehen, gibt es Hoffnung auf Verbesserung der Pandemie-Lage. In Großbritannien und den USA sind die Reihenimpfungen in vollem Gange. Für Europa wird die Zulassung für den gleichen Impfstoff noch geprüft. Nach der Weihnachtspause wird auch die Europäische Arzneimittelbehörde Impfstoffe voraussichtlich am 29. Dezember freigeben. Allein in Deutschland werden bis dahin hochgerechnet weitere 8000 Menschen an und mit Corona sterben.

 

Im Neuen Jahr bleibt nur noch zu hoffen, dass die Deutsche Bürokratie umsetzbare Regelungen trifft und nicht - wieder einmal - alles mit praxisfernen Formalien blockiert. Nach meiner Auffassung sollte neben den "Impfzentern“ so schnell wie möglich auf die bewährte Hausarztstruktur zurückgegriffen werden.

 

Die AHA plus L-Regeln werden uns nach meiner Einschätzung noch lange Zeit, vielleicht sogar auf Dauer begleiten. Seniorinnen und Senioren müssen sich weiterhin vor Ansteckung schützen, mit all den sozialen Folgen, die wir bisher in der Pandemiezeit erlebt haben. Personalnotstand, Lieferengpässe und ausstehende behördliche Zulassungen behindern oder verhindern die Besuche in Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern. Häusliche Pflege durch professionelle Dienste ist weiterhin stark eingeschränkt. Die Zeit zwischen den Jahren wird für viele Seniorinnen und Senioren zu traurigen, einsamen Tagen.

 

Dass auch die Kommune kreative Lösungen finden kann, zeigen die Maßnahmen in der Stadt Tübingen. Ältere Menschen können dort Taxis zum Busfahrpreis benutzen und vollgestopfte Busse meiden. Ausreichende Corona-Schnelltest erlauben Familien- und Altenheimbesuche. Wirksame Mund-/Nasen-Masken werden an Seniorinnen und Senioren kostenlos abgegeben. Man kann doch – wenn man will!

 

gez. Wolfgang Schmidt

 

 

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